DFB-Pokal-Viertelfinale: Arminia Bielefeld auf Erfolgskurs
In Bielefeld sind Achterbahnfahrten keine Seltenheit. Nach 19 Jahren in der ersten Liga, 24 Jahren in der zweiten Liga und 12 Jahren in der dritten Liga, hat der DSC Arminia seit 1970 eine bewegte Geschichte hinter sich. Die leidenschaftlichen Fans des ostwestfälischen Traditionsklubs reagieren daher nicht gleichgültig auf die wechselhafte Formkurve ihrer Fußballprofis in den Farben Schwarz-Weiß-Blau.
Vor etwa drei Wochen brachten die unerwartete 1:2-Heimniederlage im Drittligaspiel gegen Rot-Weiß Essen und die darauf folgenden Rufe nach der Entlassung von Trainer Mitch Kniat eine gewisse Unruhe. Doch inzwischen hat sich das Blatt gewendet, und die Arminia gewann zuletzt zwei Spiele in Folge. Besonders die neuen Stürmer Joel Grodowski und Roberts Uldrikis zeigten beim 3:0-Sieg gegen den TSV München 1860 ihr Können.
Die Stimmung rund um die „Alm“ hat sich verbessert, und die Hoffnung auf eine Rückkehr in die Zweite Bundesliga zur nächsten Saison ist wieder entfacht. Rechtzeitig vor dem Viertelfinalduell im DFB-Pokalwettbewerb gegen den SV Werder Bremen ist der Glaube an einen weiteren Sieg gestärkt worden.
Arminia Bielefeld gegen SV Werder Bremen
Gegen die formschwache Bundesligamannschaft aus Bremen rechnen sich die Bielefelder gute Chancen aus, nach ihren bisherigen Erfolgen im Pokalwettbewerb. Trainer Mitch Kniat betonte nach dem Sieg gegen München: „Wir wollen das Spiel gewinnen.“ Die Spieler der Arminia zeigen Selbstvertrauen und sind fest entschlossen, den Klassenunterschied zu überwinden.
Die DFB-Pokalrunde dieser Saison hat bereits gezeigt, welches Talent in der jungen Mannschaft steckt. Spieler wie Torwart Jonas Kersken, Innenverteidiger Joel Felix und Spielgestalter Marius Wörl haben sich als Leistungsträger etabliert. Was im Sommer 2023 noch undenkbar schien, ist heute Realität. Sportgeschäftsführer Michael Mutzel hat mit seinem Team einen deutlichen Qualitätsanstieg erreicht.
Der Weg zurück nach oben
Nach dem Abstieg in die dritte Liga begann die Wiederaufbauarbeit in Bielefeld. Mit einem neuen Team und neuen Herausforderungen musste Sportgeschäftsführer Michael Mutzel den Klassenverbleib sichern. Der Aufbauprozess der Mannschaft ist noch nicht abgeschlossen, und Mutzel betont die Notwendigkeit von Zeit und Geduld.
Die Bielefelder Profis zeigen im Pokal eine Dynamik und Cleverness, die im Drittligaalltag selten zu sehen sind. Der offene Schlagabtausch mit Bundesliga-Kollegen bringt das Beste aus der Mannschaft heraus und zeigt, wozu sie fähig ist. Die Pokalerfolge haben der Arminia bereits 3,1 Millionen Euro eingebracht.
Gegen Werder Bremen strebt die Arminia nach dem vierten Einzug ins Halbfinale, nachdem sie 2005, 2006 und 2015 bereits dort standen. Ein gutes Omen könnte die Geschichte von vor zehn Jahren sein, als die Bielefelder als Drittligaklub das Halbfinale erreichten und anschließend in die Zweite Bundesliga aufstiegen.